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18-06-08 13:07

LOS Messe im Freizeithaus Dicker Busch

LOS-Projekte: Auf einer Messe im Freizeithaus stellen sich 13 Initiativen im Dicken Busch vor – Qualifizierung und Miteinander im Stadtteil – Neue Ideen sind willkommen

Für Jo Dreiseitel ist es „eine wahre Erfolgsgeschichte“. Mit seiner Anerkennung bezog sich Rüsselsheims Bürgermeister und Sozialdezernent auf jene 47 Projekte, die in Rüsselsheim im Bundesprogramm „LOS“ (Lokales Kapital für soziale Zwecke) in den letzten vier Jahren in Bewegung gesetzt worden sind, um das soziale Umfeld und das Miteinander der dort lebenden Menschen unterschiedlicher Nationen zu stärken.

Rund 400 000 Euro sind in diesem Zeitraum in die verschiedenen Angebote geflossen. Derzeit werden 13 Projekte durchgeführt und finanziell unterstützt. Mit einer „LOS-Messe“ präsentierten sie sich am Mittwoch im Freizeithaus Dicker Busch einer breiteren Öffentlichkeit, um Anstoß für zusätzliche neue Initiativen und Anreiz für neue Mitstreiter zu geben.

Die derzeitigen Projekte reichen von Kochen für Jugendliche, von dessen Ergebnissen die Messebesucher bei einem Imbiss kosten konnten, über den Aufbau eines Netzwerks von Tagesmüttern im Stadtteil und die Qualifizierung von ehrenamtlichen Lesepaten für die Bibliothek der Georg-Büchner-Schule bis hin zu einem Kurs, bei dem Frauen das Fahrradfahren erlernen und mit den Verkehrsregeln vertraut gemacht werden. „Ich gehör’ nicht zum alten Eisen“ ist ein Angebot überschrieben, das älteren Menschen helfen soll, sich wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern. Mit Schülern, die sich mit dem Schulabschluss schwer tun, arbeitet die Architektin Bettina Gebhardt im Projekt „Wir hinterlassen Eindruck – Künstlerische Gestaltung im direkten Umfeld“. Bewohner und Vereine mobilisieren und gemeinsam mit Spaziergängen und Fotoapparaten der Geschichte des Stadtteils nachspüren will Dominik Brötz mit seinem LOS-Angebot „Gestern – heute – morgen: Die Entwicklung des Dicken Buschs in Bildern“.

Ziel aller LOS-Maßnahmen ist die Förderung all jener Menschen im Stadtteil, die aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse oder fehlender Schulabschlüsse nur schwer Zugang zum gesellschaftlichen Leben in ihrer Stadt und kaum berufliche Perspektiven haben. Ziel ist es aber auch, aus dem Nebeneinander der Menschen verschiedener Herkunft ein Miteinander werden zu lassen.

In seiner Begrüßungsrede sprach Bürgermeister Dreiseitel von einem wichtigen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben, zur sozialen Integration und zur Qualifizierung von Jugendlichen und Erwachsenen, den all jene leisteten, die mit großem Engagement mitwirken. Mit der Messe biete sich eine Möglichkeit, einen Eindruck von den vielfältigen Tätigkeitsfeldern zu gewinnen. Zugleich sei sie eine Ideenbörse für zukünftige Projekte im Stadtteil Dicker Busch. Die Stadt sei weiterhin gerne bereit, die erforderlichen Koordinierungsmaßnahmen zu übernehmen, versicherte Dreiseitel.

 

Karl Schliessmann
13.6.2008

 

Quelle: echo online

 

Link zu Fotoimpressionen von der Lokalen LOS-Messe in Rüsselsheim am 11.06.08.

Copyright Fotos: Karl-Martin Emmermacher



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